Mittwoch, 4. Dezember 2019

INFULA - Iffelenzauber im Tunnel vom 29.11.- 01.12.2019


Jubiläumsausstellung der St. Niklausengesellschaft Küssnacht am Rigi


Im Jahre 2018 feierte die Küssnachter St. Niklausengesellschaft ihr 90 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde eine Iffelen-Ausstellung im Tunnel Burg der neuen Südumfahrung geplant. Da auf der Tunnelbaustelle  Probleme und Bauverzögerungen auftraten, musste die Ausstellung jedoch um ein Jahr verschoben werden. In hunderten von Arbeitsstunden wurden über 200 Iffelen verkabelt und mit rund 700 Lämpchen versehen. Am frühen Morgen, nach der GV der SNGK, trafen sich unzählige freiwillige Helfer und begannen mit dem Aufstellen der Iffelen im Tunnel.

Am Freitagnachmittag durften die Küssnachter Schüler die Ausstellung mit ihren Lehrern besuchen. In Anwesenheit von Behörden und Sponsorenvertretern wurde diese am Abend im Rahmen einer Vernissage durch den Klausenpräsidenten René Räber offiziell eröffnet. Für die nächsten 2 Tage wurde der einmalige Anlass zum Mittel- und Treffpunkt von Küssnacht.

Impression vom Klausumzug 2019


Eingang zur Ausstellung

Info- und Verkaufsstand der St. Niklausengesellschaft

Führungen vor der offiziellen Eröffnung


Vernissage und Eröffnung

Eröffnung der Ausstellung am Freitag durch René Räber


Mit unter den Gästen befanden sich der Ehrenpräsident der St. Nikausengesellschaft Toni Gössi mit seiner Tochter, der Nationalrätin und FDP Parteipräsidentin Petra Gössi. 

Gross und Klein aus nah und fern fanden sich ein

Die Protagonisten des Küssnachter Klausjagens

Die filigranen Kunstwerke wurden rege fotografiert

Überraschend machte der Samichlaus seine Aufwartung

Impressionen








Licht an und Abbau

Am Sonntag um 15:30 Uhr fand eine Ausstellung, die den Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und von der man sich noch lange erzählen wird, ihren Abschluss. Alle Iffelen mussten sorgfältig verpackt und abtransportiert werden, um den Besitzern für den traditionellen Klausumzug vom 5. Dezember zur Verfügung zu stehen. Dann, wieder an der frischen Luft und wie es scheint bei bestem Wetter, werden über 20`000 Besucher die Licht-Kunstwerke tänzelnd in Küssnacht`s Gassen bewundern können.




Dienstag, 12. November 2019

Das traditionelle Klausjagen in Küssnacht am Rigi



©Bilder + Text: Alexander Dietz
Fotos u.a. aus dem Buch «Küssnachter Klausjagen» (ISBN 978-3-908572-69-5), Verkaufs-Infos unter Klausjagen.ch

Einer der spektakulärsten Bräuche im Alpenraum bildet das alljährliche Klausjagen in Küssnacht am Rigi (Umzugsroute und Ablauf). Seit 1928 wird der Brauch, der bis dahin unter wilden Auswüchsen litt und mitunter für Missstimmung im Dorf sorgte, im geordneten Rahmen abgehalten. Seit der Gründung wird auch der soziale Aspekt hoch gehalten, werden doch alljährlich an die 100 Päckchen mit Nüssen, Lebkuchen, Dörrbirnen und anderen Leckereien an Kranke, Behinderte und Bedürftige abgegeben. Der Umzug, für den jeweils über 20`000 Zuschauer aus nah und fern nach Küssnacht pilgern, findet jeweils am 5. Dezember, jedoch NIE an einem Samstag oder Sonntag, statt.

Die St. Niklausengesellschaft feierte 2018 ihr 90 jähriges Bestehen. Die zum Jubiläum geplante Iffelenausstellung im neuen Umfahrungstunnel musste nach tunnelbaulichen Verzögerungen um ein Jahr verschoben werden und findet/fand nun vom 29.11. - 01.12.2019 statt INFULA 2019.

Die Geisselchlepfer

Schon um 19:30 Uhr versammeln sich die Geisselchlepfer auf dem Hauptplatz und unterhalten die eintreffenden Zuschauer mit ihren Künsten. Es wird langsam eng und manch ein Iffelenträger sucht seinen Weg durch die Massen um zum Treffpunkt auf der Seebodenstrasse zu gelangen.




Pünktlich um 20:15 Uhr, nach dem Böllerknall löschen die Lichter im Dorf. Eine Gruppe Fuhrmannsgeisseln führt den Umzug an und sorgt für den nötigen Platz für die nachfolgenden Iffelen.


Die Iffelen

Bis zu 300 Iffelenträger beginnen sich tänzelnd in Bewegung zu setzten. Die Iffelen, in hunderten von Arbeitsstunden in Handarbeit hergestellte und bis zu 20 kg schwere Unikate, leuchten die Gassen mit ihrem warmen Kerzenlicht aus. Spontaner Applaus der Zuschauer ist den Trägern garantiert. Besonders schwere Iffelen werden abwechslungsweise getragen.






Der Samichlaus

Nach den Iffelen folgt der Nikolaus. Er wird begleitet von Fackelträgern und den Schmutzlis, die an Klein und Gross am Strassenrand Lebkuchen abgeben.




Die Musik

Die seit 1912 verwendete Melodie erhielt Jahre später noch den Text «Mänz, Mänz, Mänz, Bodefridimänz», mit dem Behörden und der damalige Bezirksammann Klemenz Ulrich, der das Klausjagen einschränken wollte, veräppelt wurden. Den Beinamen «Bodefridi» entstand in Anlehnung an seinen Vater Gottfried Ulrich im Boden.



Die Senten- und Klopfentrychler

An die 1000 Trychler folgen in einer Viererkolonne dem Samichlaus und sorgen für einen infernalen Lärm.





Die Hörner

Den Abschluss des Spektakels bilden über 200 Hornbläser mit ihren Kuhörnern. Der aus zwei Teilen bestehende Umzug endet gegen 23:00 Uhr im Unterdorf.



Rippli und Chruut

Im Anschluss trifft man sich zu Rippli und Kraut in den Restaurants im Dorf. Es ist Freinacht. Frisch gestärkt ziehen die verschiedenen «Zügli» mit ihren Treicheln die ganze Nacht durch`s Dorf.




Das Sächsiumzügli

Um 06:00 Uhr treffen sich die ganz hartgesottenen Chlausjäger zum Abmarsch des «Sächsiumzüglis». Dieses "läutet" jeweils den Abschluss des jährlichen Klausentreibens auf dem Kreisel des Hauptplatzes (07:00 Uhr) ein.



Punkt 7 Uhr sollte der Verkehr wieder über den Kreisel rollen


Das Fazzonetli / Klausentuch

                            1978 - W. Müller         1987 - U. Holzgang          2003 - H. Erni 


Treicheln



Iffelenausstellung am Sonntag vor dem Umzug in der Pfarrkirche Küssnacht